Magnesium

Magnesium TablettenMagnesium ist ein Leichtmetall, das als Mineralstoff in gebundener Form an einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen beteiligt ist. Von den besonderen chemischen Eigenschaften des reaktionsfreudigen Elements profitieren Menschen, Tiere und auch Pflanzen. Als Zentralatom des Chlorophylls, mit dessen Hilfe grüne Pflanzen und bestimmte Bakterien die Lichtenergie einfangen, nimmt der Mineralstoff sogar eine Schlüsselstelle im elementaren Kreislauf des Lebens ein. Im menschlichen Organismus ist Magnesium an rund 300 verschiedenen Katalyseprozessen beteiligt. Zu den enzymatischen Prozessen, die mithilfe von Magnesium Ionen gesteuert werden, gehören unter anderem neuromuskuläre, zentralnervöse und hormonelle Stoffwechselabläufe. Zu den gravierendsten Folgeerscheinungen eines Magnesiummangels zählen eine allgemeine Müdigkeit, Herzrhythmus- und Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und eine auffällige Reizbarkeit. In schweren Fällen kann es bei einer Hypomagnesämie sogar zum Herzinfarkt kommen.

Magnesium als essentieller Vitalstoff
Damit der menschliche Körper optimal mit dem Mineralstoff versorgt ist, müssen täglich etwa 300 Milligramm zugesetzt werden. Wie alle anderen Mineralien (z.B.Eisen) gehört der Komplexbildner zu den essentiellen Vitalstoffen, die der Organismus nicht selbst synthetisieren kann. Insgesamt 20 Gramm Magnesium beherbergt ein Erwachsener in seinem Körper, gut die Hälfte davon lagert in den Knochen. Das ist nur ein Bruchteil dessen, was andere mineralische Nährstoffe - zum Beispiel das Calcium - bei einer Gewebeanalyse auf die Waage bringen. Entsprechend deutlich macht sich eine Unterversorgung bemerkbar, wie sie zum Beispiel infolge von Nierenfunktionsstörungen, bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen oder in Zusammenhang mit einer Suchterkrankung auftreten kann. Auch bestimmte Arzneimittel – zum Beispiel Kortikoide – können die Magnesium Aufnahme hemmen oder die Ausscheidung über die Nieren begünstigen. Die Folge davon ist ein zu geringer Magnesiumspiegel im Blut, der die genannten Nebenwirkungen provoziert.

Magnesiummangel kinderleicht durch gesunde Ernährung vermeiden
Gesunde Menschen können ihren Tagesbedarf über die Nahrung decken. Eine Vielzahl von Lebensmitteln enthält das Mineral in ausreichender Menge. Nüsse, Vollkornprodukte und verschiedene Gemüsesorten gehören zu den besonders hochwertigen Magnesiumlieferanten. Dazu kommen Früchte, Kartoffeln, Geflügelfleisch, Fisch und Leber. Eine wichtige Magnesiumquelle sind außerdem Mineralwässer, vor allem die handelsüblichen Heilwasser.

Wer seinen Magnesium Bedarf nicht über die Ernährung decken kann oder möchte, kann auf Nahrungsergänzungsmittel und Fertigpräparate zurück greifen. Bestimmte Magnesiumsalze sind in Deutschland sogar als Fertigarzneimittel zugelassen, einer umfassenden Substitution steht damit nichts im Wege. Handelsübliche Präparate enthalten organische Magnesiumsalze wie Magnesiumcitrat oder –aspartat. Die werden im Vergleich zu anorganischen Verbindungen besser aufgenommen und haben darüber hinaus den Vorteil, das sie in der Regel keine lästigen Begleiterscheinungen hervorrufen. Altmodische Magnesium Präparate wie das berüchtigte Bittersalz dienten früher nicht ohne Grund weniger der Mineralsubstitution, als vielmehr der drastischen Mobilisierung des Darmapparates. Verfügbar ist das Multifunktionselement in seiner modernen Ausprägung in Kau-, Brause- und Lutschtabletten, als Pulver oder als Granulat.

Fotos: wurly / photocase.com

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